Der SKL (Schwerkleinwagen)

 

geschrieben von unserem Gruppenleiter Karl Wecker für die Bahn&Modell; Ausgabe 31 (April 2014).

Bei der Bahn&Modell handelt es sich um das Fachblatt des Kulturbereichs Eisenbahnerbe/Modelleisenbahn der Stiftung BSW.

Seit Mitte der 1970er Jahre befindet sich im DB Güterwagen-Ausbesserungswerk Paderborn ein mororisierter Kleinwagen mit der Fahrzeugnummer Klv 51-8739*, betrieblich als SKL bezeichnet.

Das Fahrzeug wurde 1956 von der Fa. Robel/Freilassing (Bayern) als Rottenkraftwagen gebaut und zunächst bei der BD Wuppertal eingesetzt.
Nach der dortigen Ausmusterung kam der SKL zum AW Paderborn und tat hier seinen Dienst in der betriebstechnischen Abteilung.
Der mechanische Handkran wurde abgebaut. Auf der Ladefläche befanden sich unter einer Plane ein Stromaggregat und ein Aufgleisgerät für Güterwagen. Irgendwann in dieser Zeit erhielt das Fahrzeug auch eine neue Fahrerkabine. Unschwer zu erkennen an der geraden Front. Nachdem die Technik voranschritt und die Aufgleisgeräte durch kleinere, transprotablere ersetzt wurden, war auch der kleine SKL übrig.
Gelegentlich rangierte man damit noch eineige Güterwagen, aber als dann die Anlasserbatterie versagte, war sein Schicksal besiegelt.

Schätzungsweise 10 - 15 Jahre dümpelte er dahin, weit ab von Büschen versteckt, unbeachtet und vergessen.

 

*Kleinwagen mit Verbrennungsmotor, Typ Klv 51
  Erster für die DB in größeren Stückzahlen gebauter Rottenkraftwagen.

  Bei der DB wurden die meisten Klv 51 um 1980 ausgemustert und durch den Klv 53 mit größerer Fahrerkabine ersetzt.
  Oft werden die Klv auch als SKL (Schwerkleinwagen) bezeichnet, da sie durch ihre "Schwere" die Schienenkontakte auslösen
  und somit betrieblich wie Züge behandelt werden können.

   

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